Fesenjan
Persischer Schmortopf mit Hähnchen in einer dunklen Sauce aus gerösteten Walnüssen und Granatapfelsirup, dazu Basmatireis.
KochmodusZum Gericht
Fesenjan ist ein persisches Festtagsgericht aus der Provinz Gilan im Norden des Iran. Hähnchen schmort dabei langsam in einer dunklen, dicken Sauce aus gerösteten Walnüssen und Granatapfelsirup. Sie schmeckt nussig, süßsauer und sehr kräftig, und mit Basmatireis wird daraus ein Essen, das im Iran gern zu Festen auf den Tisch kommt.
Granatapfelsirup, oft auch als Granatapfelmelasse verkauft, bekommst du im türkischen Supermarkt oder im Regal mit internationalen Lebensmitteln, meistens steht er neben dem Traubensirup. Er ist dunkel und deutlich sauer. Wenn du nur Granatapfelsaft hast, koch ihn mit etwas Zucker und Zitronensaft ein, bis er dickflüssig ist.
Die Walnüsse röstest du zuerst und mahlst sie dann. Sie machen die Sauce sämig, ganz ohne Sahne oder Mehl. Einen besonderen Topf brauchst du dafür nicht, nur etwas Zeit und ab und zu einen Kochlöffel, damit am Boden nichts ansetzt. Das Hähnchen brätst du vorher kräftig an, damit es Farbe bekommt, und lässt es dann in der Sauce weich schmoren.
Dazu passt am besten Reis. Die Granatapfelkerne obendrauf sehen schön aus, wenn gerade Saison ist, und sonst lässt du sie einfach weg. Am nächsten Tag schmeckt Fesenjan sogar noch besser. Zum Aufwärmen gibst du etwas Wasser dazu, weil die Sauce im Kühlschrank fest wird.
Zutaten
Schritte
Dazu trinken
Riesling feinherb
Ein feinherber Riesling hat genug Säure und eine leichte Süße, die gut zur süßsauren Walnusssauce passt. Ein schwerer Rotwein würde das Gericht zu mächtig machen.
Variationen
- Mit Entenkeulen
- Nimm dieselbe Menge Entenkeulen und lass sie etwa 30 Minuten länger schmoren, bis sich das Fleisch leicht vom Knochen löst. Schöpf vorher etwas von dem ausgebratenen Fett ab.
- Ohne Fleisch
- Lass das Hähnchen weg, gib 200 ml mehr Brühe dazu und lass die Sauce 25 Minuten köcheln. Sie schmeckt sehr gut über Reis oder gebratenen Auberginen.
- Weniger sauer
- Nimm nur 2 EL Granatapfelsirup und einen Esslöffel mehr Brühe. Nach dem Probieren kannst du immer noch etwas Sirup nachgeben.