Okonomiyaki

Dicke, saftige Pfannkuchen aus fein geschnittenem Weißkohl, Ei und Frühlingszwiebeln, mit süßsalziger Soße, Mayonnaise und Algenflocken. Das Feierabendessen aus Osaka.

MahlzeitAbend
KücheJapanisch · Osaka
Gesamt50 Min
ErnährungVegetarisch
Kochmodus

Zum Gericht

Okonomiyaki kommt aus Osaka und ist dort das, was man abends nach der Arbeit isst. Der Name heißt so viel wie „gebraten, wie du es magst“, und genau so wird es auch gekocht. In den kleinen Lokalen steht eine heiße Platte in der Mitte des Tisches, und jeder rührt sich seine Schüssel selbst zusammen. Die Grundlage ist aber immer gleich: sehr viel fein geschnittener Weißkohl, ein einfacher Teig aus Mehl und Ei, und obendrauf eine dunkle, süßsalzige Soße und Mayonnaise.

Für uns ist das ein ideales Rezept im November, denn jetzt gibt es frischen Weißkohl überall, aus Dithmarschen oder vom Wochenmarkt. Ein kleiner Kopf reicht für vier Pfannkuchen. Wichtig ist, dass du den Kohl wirklich fein schneidest und dann noch einmal quer durch, damit die Stücke kurz sind. So hält der Pfannkuchen gut zusammen und lässt sich wenden. Den Kohl mischst du erst kurz vor dem Braten unter den Teig, sonst zieht er Wasser.

Du brauchst eine ganz normale beschichtete Pfanne mit Deckel. Bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel wird der Kohl innen weich und süß, außen bekommt der Pfannkuchen eine goldene Kruste. Die Soße rührst du schnell aus Ketchup, Sojasoße, etwas Zucker und Reisessig selbst an. Japanische Mayonnaise, roten Ingwer und Aonori findest du im Asialaden. Die Mayonnaise ist etwas cremiger und säuerlicher als unsere, eine gute normale Mayonnaise geht aber auch.

In Japan kommen oft noch dünne Scheiben Schweinebauch oder Bonitoflocken obendrauf. Hier bleibt es bei Kohl, Ei, Frühlingszwiebeln und Ingwer, und das schmeckt schon richtig gut. Okonomiyaki sind ein schnelles, günstiges Abendessen, das allen Spaß macht. Dazu ein kaltes Bier, und jeder bestreicht und garniert seinen Pfannkuchen am Tisch selbst.

Zutaten

Schritte

Dazu trinken

Kaltes helles Lagerbier

Ein frisches, eher mildes Lager aus Japan oder ein Helles von hier. Die Kohlensäure macht nach Mayonnaise und süßer Soße den Mund wieder frei.

Variationen

Mit Käse
Vor dem Wenden eine Handvoll geriebenen Mozzarella auf die rohe Oberseite streuen. Er schmilzt beim Weiterbraten und bekommt unten eine knusprige Kruste.
Mit Garnelen
150 g kleine rohe Garnelen grob hacken und mit dem Kohl unter den Teig heben.
Hiroshima-Art
Gebratene Mie-Nudeln unter den Pfannkuchen legen und das Ganze mit einem Spiegelei abschließen. Das wird dann ein richtig großes Abendessen.

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