Kimchi-Jjigae mit Tofu
Koreanischer Kimchi-Eintopf mit Tofu und kräftig roter Brühe, in einer halben Stunde fertig und mit einer Schale Reis serviert.
KochmodusZum Gericht
Kimchi-Jjigae koche ich immer dann, wenn das Kimchi im Kühlschrank so sauer geworden ist, dass ich es pur nicht mehr essen mag. Genau dann eignet es sich am besten für diesen koreanischen Eintopf. Das Kimchi wird mit Knoblauch und Chili in Sesamöl angebraten, mit Wasser abgelöscht, und nach einer Viertelstunde hast du eine kräftige, säuerlich-scharfe Brühe, für die du sonst lange kochen müsstest.
In Korea ist Kimchi-Jjigae ein ganz alltägliches Essen, das man ohne viel Vorbereitung auf den Tisch bringt. Den Geschmack liefert das gereifte Kimchi, deshalb brauchst du weder eine aufwendige Brühe noch viele Zutaten. Der Tofu nimmt die Schärfe etwas zurück und saugt sich mit der Brühe voll. Dazu gibt es eine Schale Reis, von der du nach jedem Löffel Suppe etwas nimmst.
Nimm am besten Kimchi, das schon deutlich sauer riecht. Frisches, noch knackiges Kimchi gibt eine eher dünne Brühe. Die klassische Variante kommt mit Schweinebauch in den Topf, ich koche ihn unter der Woche aber meistens nur mit Tofu, weil es schneller geht.
Schmecke zum Schluss mit Sojasauce ab und gib nur dann etwas Zucker dazu, wenn das Kimchi sehr sauer ist. Lass den Eintopf nicht zu lange kochen und bring ihn auf den Tisch, solange er in der Schale noch blubbert.
Zutaten
Schritte
Dazu trinken
Ein kaltes Pils oder ein Glas Soju
Ein gut gekühltes Pils passt mit seiner leichten Bittere sehr schön zur Säure und Schärfe des Eintopfs. In Korea trinkt man dazu oft eiskalten Soju aus kleinen Gläsern. Wein passt hier eher nicht.
Variationen
- Mit Schweinebauch
- Brate 100 g Schweinebauch in dünnen Scheiben im Topf an, bevor das Kimchi dazukommt, und nimm das ausgelassene Fett statt oder zusätzlich zum Sesamöl. So kochen viele Koreaner den Eintopf zu Hause.
- Mit Seidentofu
- Statt festem Tofu kannst du weichen Seidentofu (Sundubu) nehmen und ihn zum Schluss mit dem Löffel in groben Stücken in die Brühe geben. Die Brühe wird dadurch cremiger, schmeckt aber am nächsten Tag nicht mehr so gut.
- Schärfer
- Rühr beim Anbraten einen Esslöffel Gochujang unter. Die Paste macht den Eintopf schärfer und etwas süßer, und sie muss mitbraten, damit sie nicht roh schmeckt.
Mehr in der Art
- 021Zitronengras-Tofu
- 012Gyudon
- 005Lachs-Donburi